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Hekates Animagie

Bild "Leseecke/Theorie:Animagie.jpg"
Den Originaltext von Hekate stelle ich hier als PDF bereit. Hekates Einleitung:

Zur Vorgeschichte:

Über "Rational-konstruktive Magie-Kritik" kann man -was ich auch mal getan habe - lange Abhandlungen in Jahrbüchern seriöser Akademien schreiben; knapper den Kern der Sache traf aber schon vor über 200 Jahren die Bemerkung des scharfsichtigen Göttinger Physikers Lichtenberg:
"Noch glauben, daß der Mond auf die Pflanzen wirke, verrät Dummheit und Aberglaube, aber es wieder glauben zeugt von Philosophie und Nachdenken."
Denn in dem, was man landläufig "Magie" zu nennen pflegt, steckt zu viel Wichtiges und Wahres, um es schlechthin als "Aberglaube" abzutun - bloß wird man gerade das nicht einfach auf der nächsten "Esoterik-Messe" finden: sondern erst, wenn man mit dem ganzen Rüstzeug heutigen (oder gar morgigen) exakter Wissens danach gräbt.
Im Zug solcher Forschungen hatte ich vor 20 Jahren - 1984 - für eine Computer-Zeitschrift auch einen Artikel geschrieben, der den verblüffenden Analogien zwischen "Computer und Magie" nachging: vom altchinesischen Orakelbuch "I Ging", dessen Gruppen von "Yin"- und "Yang-Linien" genau dem modernen "0/1"-Code entsprechen, bis zur damals fast neurotischen Angst mancher Sekretärinnen vor dem "unheimlichen Kasten".
Zwei Jahre später bat ein Redakteur von "ANUBIS - ZEITSCHRIFT FÜR PRAKTISCHE MAGIE UND PSYCHONAUTIK" darum, diesen Artikel für seine Leser nachdrucken zu dürfen und sandte mir dazu ein Musterheft. Ich hatte selten etwas so Erstaunliches gesehen: statt dunkel herumzuorakeln, beschrieben die Artikel dort etwa das Herstellen eines Athame (Hexendolch) oder das Ausführen des "Kleinen bannenden Pentagramm-Rituals" so cool und praktisch, wie es heute etwa die Make-up-Tips von Transgender-Internetseiten mit ihren Themen tun!
Aber auch von meinen Artikeln konnte die ANUBIS-Redaktion scheint's gar nicht genug bekommen: nachdem sie als nächstes einen noch älteren über "Magie und Werbung" nachgedruckt hatte, fragte sie nach noch mehr - und das, fand ich, war mal eine Gelegenheit, auch meine Gedanken über "magische Aspekte von Anima und Animus" loszulassen.
So erschien dort 1987 - in zwei Fortsetzungen - die "Animagie". Details mögen daher zwar nicht mehr so aktuell wirken (z.B. der Hinweis auf die damalige Schach-Weltmeisterschaft); aber die Hauptthemen scheinen, wie ihre Internetseiten zeigen, auch heute noch viele Transgender-Personen zu bewegen - und vielleicht können gewisse meiner Ideen dort für manche von ihnen neues Licht auf alte Probleme werfen.

Zum "Titelbild":

Das habe ich erst viele Jahre später - mit den inzwischen zur Verfügung stehenden Bildbearbeitungs-Programmen - aus den verschiedenen symbolischen Elementen komponiert:
als Hintergrund eine alchymistische Darstellung des doppelgeschlechtlich Weib und Mann vereinenden "Hermetischen Androgyns" aus dem 15. Jahrhundert;
davor links als "ER" mein "idealisiertes Selbstbild" ;-)
- mit den Symbolen des Hongkong-Seidenanzugs (für: "weitgereister Weltmann"), der Pfeife (für: "sympathischer Wissenschaftler") und der Katze (für: "mysterienkundiger Meister");
[zur Abschwächung muß ich aber sagen, daß nicht ich selbst mich so gestylt hatte - sondern ein Fotograf für eine Interview-Illustration!]
und rechts als "SIE" eine meiner cooleren "Animanifestationen"
- diesmal als selbstsichere Karrierefrau, intellektuell-feministisch, okkult interessiert (aber in alldem manchmal leicht vernagelt) - nicht ohne Humor, aber leider bar jeglichen Charmes: kaum mein idealer Frauentyp - aber gerade darum hatte ich mir extra Mühe gegeben, ihr in Diktion und Darstellung möglichst gerecht zu werden: am Schluß bringt sie sogar den weisen Meister noch auf eine Idee, die er zuvor nicht hatte!


Sehr viel mehr von Heakte findest du auf www.hekatesbuehne.de